Mittwoch, 16. November 2016

Der erste Tag auf der E02 war vor genau 9 Jahren...

Ich konnte eine Weile nicht schreiben - Blockade...aber ich versuche es jetzt trotzdem mal, weil ich das Bedürfnis habe, euch zu erzählen, wie es 2016 weitergegangen ist mit dem Schmal-Rest und den Pferdchen, dem "Therapie- und Reitgarten Thekla" und unseren suchenden und "verwilderten" Seelen.
Im Februar sind wir seit hundert Jahren malwieder Ski gefahren, am Hochkrimml...mit privatem Snowboardlehrer, Achtbettzimmern und einem Kochtopf für 20 Leute. Es war toll und es gab lustige Kartenrunden, bei denen nur Greta und Stephan gefehlt haben...und keine Unfälle! Obwohl Clara am ersten Tag, wo sie auf Skiern stand, gleich mal den Abhang munter im Schuss runtergesaust ist. Ein Naturtalent, das sie nicht von Stephan hat...Stella liebt erstaunlicherweise Schnee und Kälte und möchte unbedingt ein freiwilliges ökologisches Jahr in Sibirien machen (oder holländische Insel). Es gab noch zwei Messen, auf denen ich gearbeitet habe - die Pferde- und die Handwerksmesse...beides trubelig und anstrengend, aber auch sehr lustig!


Die Wanderung von Gretas Baum zum Friedhof im März mit so vielen lieben, z.T. weit angereisten Freunden, war berührend, mit viel Austausch und tollen Gesprächen - Danke dafür vor allem an Thomas! Und an alle, durch die der schöne Stein möglich geworden ist.


Dann ging es nach Abbruchphase und monatelangem Maschinengeröhre auch in Thekla mit unseren Pferden weiter. Während des Rodens und Abreißens waren sie sehr cool und haben sich das alles gelassen angeschaut. Da gäbe es jetzt eigentlich soviel zu erzählen, dass es einen eigenen blog bräuchte...und natürlich Millionen Fotos. Aber es war im Winter auch etwas hart und trostlos, matschig, öde und nicht so, wie wir uns den "Therapiegarten" vorgestellt hatten. Aber es war ja klar, dass es erstmal schlimmer werden würde, bevor man Platz hat und diesen Platz gut und schön nutzen kann.




Es gab wichtige, volle Seminarwochenenden, Langzügel- und Freiarbeitskurse, zwei Prüfungsvideos inzwischen (das zweite im Oktober)...und im Januar ´17 werden wir den Abschluss der Fortbildung am PIRT machen. Es gab zwei Geschwisternachmittage der Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig, die für alle, inklusive uns, wunderbar waren. Das ist so wertvoll für mich, dass ich auf eine andere Weise im Kontakt bleibe mit der Station, mit dem "Thema"...und ein bisschen was geben kann von dem, was mir und Greta und auch Clara (Stella ja leider nicht so, sie hatte andere Quellen, z.B. das Zeichnen)...Kraft gegeben hat.

Am 24. April 2016 wurde Clara konfirmiert. Es war aasig kalt, Marathon am selben Tag...irgendwie passend.Und die liebe Gisela war dabei! Sehr, sehr schön, dass es ihr in diesem Jahr so gut ging und geht, was auch Tante Ursels Verdienst ist, die munter, mal per Auto, mal per Flixbus von Berlin herübergesaust kommt und mit ihrer Schwester schöne Dinge unternimmt.


Fortsetzung folgt. Ich sortiere und schreibe demnächst weiter. Liebe Grüße von Herzen an euch alle! (P.S. Der "erste Tag" stimmt nicht ganz...in meiner Erinnerung war es einen Tag vor Buß und Bet. Stephan hat 20. November geschrieben, das wird wohl stimmen...)

Dienstag, 8. Dezember 2015

Der Stein ist auch bei Regen schön

Danke, dass ihr alle uns weiter mittragt oder sonstwie da seid...das Gartenpferdchen-Projekt unterstützt...oder den Grabstein mitgesponsert habt...wir sehen uns hoffentlich im März;-)



Euch allen gesegnete, fried- und liebevolle Weihnachten 2015.
Möge 2016 ein gutes, ein starkes Jahr werden mit liebevollen Armen, Händen und Augen, mit hörenden Ohren und guten Gedanken, sichtbaren Taten und tief genossenen, hellen Tagen.

Paris

Das Wochenende stand unter dem Schock durch die Anschläge der IS-Wahnsinnigen in Paris. Wir hatten den dritten und letzten Workshop in therapeutischem Basiswissen und Gesprächsführung im Harz und waren Samstagfrüh auf der Fahrt und in der ersten Gesprächsrunde noch völlig paralysiert von den Nachrichten.
Wie können Menschen so irre sein, dass sie glauben, durch solche Taten irgendetwas in der Welt zu verbessern, bzw. wie kann es das ausgesprochene Ziel sein, Angst und Schrecken zu verbreiten?!? Der komplexe Wahnsinn der Systeme und Denkmuster fordert einen schon ganz schön heraus. Und es geht immer weiter...
Heute Nachmittag nach Ende der Fortbildung mit Übungen aus dem Zürcher Ressourchen Modell und Motto-Karten im Gepäck - im Novemberregen und Sturm nach Hause gerauscht... - schäme ich mich fast für meinen Rückzug in Badewanne und Bett, aber ich war so unendlich müde. Ich wünsche allen, die da oben mit Stephan und Greta und vielen anderen jetzt Skat spielen, fliegen, Achterbahn fahren und mit Meerjungfrauen schwimmen...dass sie den ruckartigen Wechsel in die andere Welt irgendwie verkraften...von den Hiergebliebenen mal ganz abgesehen. Man ist so gelähmt, das ist ein widerliches Gefühl.
Da fühlt sich das Demonstrieren gegen rechte Angsthetzer jeden Montag (was ich nicht immer schaffe), besser an...aber auch das irgendwie frustrierend (man benutzt so doofe ähnliche Mittel...am besten sind die Musikbands und Trommler, die bringen fröhliche, "andere" Stimmung, als wenn nur stupide Sprüche gebrüllt werden, um das Dummgequassel zu übertönen...).
Unserem Garten-Bullerbü geht es gut. Bald sollen vorne die Bäume gestutzt und der Zaun heile gemacht werden (vor Silvester wäre es eh ganz schön, wenn wir einen heilen, schönen Zaun hätten...!!), dann wird auch der Wasseranschluss gebuddelt und sowas. Die Pferde haben sich ganz gut eingewöhnt im Paddock Paradise 1.0, nur alleine ins Gelände gehen ist noch sehr aufregend. Mit der Zeit werden sie sich auch daran gewöhnen und wissen, dass alle immer gesund und munter wieder zur Herde zurückkommen.
Die inneren Prozesse werden immer mehr nach drei Jahren "ohne"...es ist nicht so, dass man stehenbleiben und verharren kann im Schmerz und der Lähmung. Die eigene Unwichtigkeit und Bedeutungslosigkeit nach sechs Jahren Krebstherapien und Sterbebegleitung kann nicht aufrechterhalten werden, was vielleicht ganz "bequem" wäre. Man fühlt weniger und kein Schmerz kann einen erreichen, da man eh kaum vorhanden ist.
Ziehe ich also nach drei Jahren langsam wieder "bei mir" ein? Fühle ich wieder?
Vieles, was mich nicht berühren will, schiebe ich tatsächlich leichter weg und brauche es nicht - es ist unwichtig, kindisch, unbrauchbar...meine Bedürftigkeit kann ich anerkennen, mir zugestehen und sie sehen...aber ich kann auch ziemlich gut mit mir und den Mädchen, bei der Arbeit und in der Konzentration sein, und warten, wer und was mich noch berühren kann, außer diese furchtbaren Nachrichten aus allen Teilen der Welt.  

Freitag, 11. September 2015

Gartenpferdchen

Eigentlich gehört das nun nicht mehr hierher und dann doch wieder genau hierher.
Kurz vor Gretchens drittem Todestag (...) Pause, Pause, Pause...
gibt es wunderbare Neuigkeiten, die verbunden sind mit Arbeit und Leidenschaft für die nächsten 40 Jahre...
Stef und ich haben ein Grundstück gefunden, wo wir gerade aufräumen und wo ab Ende September/Anfang Oktober unsere Rösser wohnen sollen. Eine ehemalige Gärtnerei, sehr verwildert, sehr verwunschen...und toll!!
Nun gibt es hier also allerlei zu tun, zum Glück viele, viele Hände zur Unterstützung und viele Ideen und Anpacker, damit es dann mal richtig schön wird. Die Kinder genießen die Abenteuerwildnis jetzt schon...noch ohne Pferde...

Stella ist gerade mit der 10. Klasse gestartet und Clara mit der 8.... - es ist verrückt, wie schnell sich die Welten weiterdrehen. Stephans Mama ging es zum Glück diesen Sommer sehr gut und sie hat sich prima in ihrem neuen Zuhause eingelebt. Das ist ganz großartig und sehr entlastend, dass sie gut klarkommt und sich mit der neuen Situation so gut arrangiert hat. Sie ist froh, in Leipzig zu sein...und das fühlt sich für alle drumrum ja auch gut an.
Den Tieren, vor allem den Felltigern...geht es goldig...
Pony Ben hatte leider im August einen leichten Reheschub, den wir aber mit Blutegeln (tolle Tiere...!) und schnellem Einsatz des Huforthopäden und "Diät" (kein gestresstes Augustgras...) wieder hingekriegt haben...
Wer uns im Garten besuchen möchte... - der komme bald mal vorbei!!!
Ich sende euch allen herzliche, warme Grüße vor der beginnenden kalten Jahreszeit in die Weiten des Internets und werde immer mal berichten, wie es um uns steht zwischen Offenstall-Bau, Therapiekonzepten (dieses Wochenende ist Prüfung im Pferdeteil...), Baumarkt, Abäppeln, Reitkindern, Einkauf, Steuererklärung, Kino und Kochen mit Freunden und Badewanne für die müden Knochen...

Eure Schmalis
P.S. Heute hat Stef ihr Video mit Benni gezeigt und bestanden... - und ich werde morgen bestehen, es ist ein passender Tag dafür...!!









Im Juni in Plennschütz mit unserem Herzensbrecher...


und Rooney, meinem "Prüfungspferdchen"...

Samstag, 9. Mai 2015

Orte - Verortung

Liebe Freunde von Greta und Stephan und von der Familie Schmal,
inzwischen blüht der Raps und der Bärlauch...und ich bin ein wenig erschrocken, wie schnell die Monate ins Land gehen. Es ist aber auch einfach immer viel los... Vieles, was ablenkt und beschäftigt... Aber auch Vieles, was die Trauerprozesse in Gang hält und weitertreibt.
Endlich ist ein Stein für Gretas und Stephans Grab in Arbeit...es hat mich irgendwie Überwindung gekostet, mich mit dem Thema zu befassen, da der Friedhof für mich auch nicht der wichtigste Ort ist, wo ich "den beiden begegne", sondern das eher andere "Orte" sind (außerdem finde ich viele Grabsteine ganz furchtbar)...Zu Stephans 50. Geburtstag, der Silvester gewesen wäre, hat Thomas angeregt, dass wir uns anstatt einer Party, die ja "sonst" mit vielen, vielen Freunden an einem netten Ort stattgefunden hätte...mal an den Entwurf und die Setzung des Steines machen... - das war eine gute Idee - und er wird sehr schön, glaube ich (wobei es einige Monate dauern kann)...!
Meine Fortbildung am PIRT geht Ende Mai weiter mit einem spannenden Wochenende, wo Stef und ich jeweils zwei unserer Vierbeiner mit nach Plennschütz nehmen - das wird also aufregend. So oft verreisen unsere Rösser ja nicht...--
Manchmal ist mir nach wie vor alles (Menschen, Pferde, Sensationen...) ein bisschen zu viel, aber es macht auch soviel Spaß, dass die körperliche Erschöpfung immer wieder schnell vergessen ist. Und solange es den Pferden dabei gut geht, ist es eh fein (und sie sind neugierig, aufgeschlossen, munter unterwegs und geduldige Lehrmeister...).
Es gab Anfang April eine wahnsinnig tolle Woche in Marokko...!
Heidi hat ihren 70.Geburtstag mit einer Wüstentour von Zagora aus gefeiert und ich bin mit Clara mitgereist (Stella wollte nicht fliegen und hat die Woche bei ihrer Cousine in Bamberg verbracht, was für sie auch sehr schön war)...
Es war sehr toll - So ein anderes Tempo, soviele Farben, die Wärme, die Märkte in Marrakesch, so viele schöne Menschen und eine lustige, warmherzige Reisegruppe... - ich habe es unglaublich genossen, malwieder so weit weg zu sein, Abstand zu kriegen und einfach mit dabei sein zu können...
Die Reise hat auch meinem Herzen gut getan...es war ein Wieder-Finden von Stephan-Aspekten (wir haben uns ´98 kennen gelernt, nachdem er gerade mit Heidi und Kuno zum Toupkal gewandert war...und einen marokkanischen Ring "pour la prochaine" mitgebracht hatte...), es war ein Spüren von Alleineseinkönnen, umgeben von Clara und lieben anderen Menschen...und Begreifen, dass ich lange woanders nach mir gesucht habe - bei Jemand anderem zu sein, schien mir beim Ankommen zu helfen...
Aber diese Orte sind nur in uns selbst...kein anderer kann das sein, auch wenn es noch so schön wäre und jeder Abschied einer zuviel ist.
Aber: mehr innere Stärke  und eine neue Offenheit zum Horizont hin...

Es gibt auch beruflich ein Projekt, dass mit einem Ort zu tun hat, der noch nicht feststeht...
Und der weiter gesucht wird, aber in derselben Konstellation wie zu Beginn des Projektes (manche erinnern sich...Schloss Gundorf...;-)).
Ich wünsche euch allen ein wunderbares luftiges Frühjahr voller Schmetterlinge (die aus Freude und Aufregung da sind und nicht vor Angst) und keine Flugzeuge im Bauch,

Steffi und Co
Im wunderschönen, zauberhaften Hotel "Scherazade" in Marrakesch, Grün ist die Hoffnung...

Schlafen in der Wüste...Jana und Clara mit Kamel am Morgen...

Saint-Exupery lässt grüßen...Himmel und blau und weit...
Greta 2010 in Liebertwolkwitz...so sieht es grade auch in Kötschlitz aus...
Wer da wohl noch so alles um uns herum geschwebt ist...alle Herzen voll;-)! Es war großartig, danke für alles, liebe Heidi und lieber Kuno!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Kosmonautin am Winterhimmel




Die Kölner Steiff-Rentiere sollen euch allen Pulverschnee, Geschenke und weiße - ein wenig heilige! - Stimmung bringen, so wie sich das für brave Weihnachtsrentiere gehört! Vielleicht wenigstens die Lust darauf oder die Ahnung davon...auch wenn sie recht zerknittert oder ein wenig zu ernst in die Welt schauen...

Dieser Post sollte wohl eine Art Jahresrückblick auf 2014 werden und einen Ausblick geben auf 2015... - das Jahr ohne 50sten Geburtstag und dementsprechende Party...ohne Konfirmation (die nächste ist 2016)...! Ohne Pferdekauf...Ohne Heirat...ohne Schwangerschaft (das wär`s doch...!)...ohne Umzug...Ohne Theater, ohne Schulden, ohne Schönheits-Op (die habe ich sonst dreimal im Jahr;-)!), ohne Fünfen in den Zeugnissen der Damen, ohne Schmerzen, ohne Ballast, ohne Sorgen, ohne Angst - so wünschen wir uns das jedenfalls...
Mit wenig Fleisch, wenig Alkohol (naja), wenig langweiligen Momenten. Mit viel gut gefühlter Pferdearbeit, neuen Impulsen und Lerninhalten, mit glücklichen Kinder-Gesichtern (das ist jetzt kitschig, aber die Kindergesichter sind wirklich glücklich, wenn sie durch den Wald traben können...!), mit weiter gelebten Beziehungen, an denen ich mich abarbeite und herausfinde, was und wer mich bewegt und lieben lässt...mit Marokko, Wandern, Abitreffen nach 25 Jahren (püh) in Kiel, Reisen?, Reiten, was das Zeug hält...Schwimmen, überhaupt viel Wasser...vielleicht malwieder Singen? Viel Lesen (gerade Modiani, bin aber noch nicht weit genug, um zu wissen, wie ich es finde) Mehr Schreiben...Greta vermissen...Stephans Liebe vermissen, alles vermissen. Viel lernen.
Was ist 2014 passiert...? Wir haben eine Oma gewonnen und ein paar neue Freunde, einen Liebhaber verloren, eine Fortbildung begonnen, zwei Schuljahre beendet, einen Engel bekommen, einen verloren, einige Freundschaften gefestigt, viele Fragen gestellt, kaum Antworten gefunden, Geschichten gesammelt, Papier entsorgt, kein Instrument gelernt. Die Katzen hatten kaum Tierarzt-Kontakt (im Vergleich zu 2013...!), die Pferde dafür umso mehr. Der nasse Mantel wird immermal ein wenig ausgeschüttelt, ist aber immernoch kein Federchen (Und es kommen ja neue "Schauer" hinzu... - es ist ein bisschen wie Durchhaltenspielen, Warten auf unkomplizierte Leichtigkeit, die es nur an der Oberfläche gibt - es gibt auch die echte Freude untendrunter - aber selten eine ohne Kopf- und Herzgewichte...). Vielleicht ein Jahresübergang mit leichtfüßigem Flug in den winterlichen Sternennachthimmel über Leipzig...? Hin und her, hin und her...

Wir Schmalis wünschen euch ein glückliches, ein waches, ein lebendiges, gesundes, gutes Jahr 2015 und in den nächsten Wochen viele freudige Überraschungen und einige dieser heiligen Momente...
Frohe Weihnacht (und Friede im Himmel wie auf Erden)


Sonntag, 21. September 2014

Zwei Jahre

Geschehen lassen, zulassen, dableiben.
Ich bin gerührt von der Begleitung, die uns (immernoch) zuteil wird, die wir brauchen können und die so tröstlich ist.
Es gab im Juli vor unserer Wien- und Zillertal-Reise wieder ein trauriges Ereignis, das mich ge- und auch malwieder überfordert hat - Stephans Mama ist auf der Intensivstation "gelandet", wo sie durch Beatmung und künstliches Koma quasi gerettet wurde vor dem Gang in die andere Welt...- vielleicht wäre sie gern endlich bei Jo, Stephan, Greta und Hans...vielleicht aber lieber noch ein bisschen bei Ursel, Stella, Clara, all den netten Pfleger/Innen und Physios im Heim...und im Zoo, wo sie zuletzt oft mit Ursel spazieren war?!? 
 Inzwischen ist zum Glück und dank ihrer Zähigkeit und Geduld alles wieder ganz gut... sie hat sich von der Sepsis erholt und kann wieder selber gut laufen und ist so klar und spritzig im Kopf wie ehemals. Und genießt, was geht - das ist schön zu erleben. Zum Glück. Kann alles schneller gehen, als man immer so denkt.
In den Sommerferien habe ich viel gearbeitet und merke immer mehr, dass der Weg mit den Pferden (und Kindern, auch jungen Erwachsenen...) mein Weg ist...
Am 1. November soll meine Fortbildung im "PIRT" beginnen - eine längere Geschichte, weil die Hallenser Euro-Schulen ständig ihren Kurs verschoben haben. Jetzt erneut von September 14 auf März 15...da hat es mir und Stef gereicht, und Stef hat im Wutfrust großartigerweise in Weißenfels/Naumburg noch einen anderen Bildungsträger aufgetan, der erheblich professioneller daherkommt als unser erster Kandidat. Wir haben nun genau die letzten zwei Plätze ergattert, juchhu. Sollte wohl so sein...?!? Ihr könnt das PIRT googlen, es gibt eine recht schöne Seite von denen.
Und die zwei Jahre?
Unglaublich, oder??
Das ist etwas ganz Unwirkliches. Zeitrechnung kann nur von Menschen erfunden worden sein - Wie man Zeit und Zeiten empfindet, ist irreal und nicht zu messen.
(Im 19. Jhd. oder vorher hätte ich als "alte Witwe" nun wahrscheinlich immernoch schwarz getragen, säße im Kloster über meinen Handarbeiten oder würde irgendwo als Magd arbeiten oder hätte den Bruder meines verstorbenen Gatten geehelicht... Das gestorbene Kind hätte eh niemanden interessiert...)
Die heutige Freiheit, psychologische Bearbeitung, Zeit...aber auch Verantwortung für alles ist schon gut, aber sie "will" auch viel von uns.
Vorgestern wieder so ein Zwei-Sekunden-Moment, in dem Clara unsere Treppe im Haus herunter gestürzt ist - und sich den linken Arm gebrochen hat...es geht ihr ganz gut, aber sie ist natürlich unglücklich, dass ihr das passiert ist und das auch noch kurz vor der großen Zinnowitz-Klassenfahrt ab morgen...--

Pflegt eure Herzensmenschen und habt einen guten Herbst! Es gäbe unendlich viele Bilder und Gefühle aus diesem Sommer, damit verschone ich euch und schicke nur ein paar Schnappschüsse mit...Gruß und Kuss!

Golli ist viel im Einsatz und wird von klein und groß sehr gemocht, der Bildhübsche

Rooney ist ein prima Lehrer, um führen zu lernen...:-)

Mit Stella im Kunsthistorischen war`s besonders schön. Sie hat mir alles über die griechischen, römischen und ägyptischen Götter erzählt (Lektüre von Percy Jackson etc...) und es war toll, mit der großen Tochter so einen Ausflug machen zu können.

An der Alten Donau bei Kuno..."Beach" gab es ja diesen Sommer nicht so sehr viel...aber immer mal wieder